Homöopathische Asthma-Behandlung
Asthma ist eine sehr komplexe Krankheit, die von verschiedenen Ursachen ausgelöst werden kann. Noch größer ist die Zahl der möglichen Auslöser für akute Asthmaanfälle. Da die Homöopathie auf einem ganzheitlichen Behandlungskonzept basiert, ist sie für die Asthma-Behandlung in der Regel sehr gut geeignet. An einer Selbstmedikation sollten sich Asthmapatienten jedoch nicht versuchen. Zwar finden sich in Ratgeberbüchern und vor allem auf Seiten zur Naturheilkunde im Internet viele Listen, die darüber informieren, welche Homöopathika sich für welche Symptome und Krankheitsbilder eignen, die Fachkunde für die Erstellung eines erfolgversprechenden Behandlungskonzepts haben jedoch nur erfahrene Homöopathen.
Möglichkeiten und Grenzen der Homöopathie bei Asthma
Zweck einer homöopathischen Behandlung ist es, die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren und es ihm so zu ermöglichen, mit der Krankheit selbst fertig zu werden. Die Homöopathie beruht dabei auf dem Ähnlichkeitsprinzip. Man geht davon aus, dass die Gabe von Wirkstoffen, die bei gesunden Menschen ähnliche Symptome auslösen würden, wie sie die Krankheit beim Patienten verursacht, den Körper zur Aktivierung seiner Selbstheilungskräfte anregt. Die Wirkstoffe, die bei der Homöopathie zum Einsatz kommen, sind überwiegend pflanzlichen und anorganischen, manchmal auch tierischen Ursprungs. Die Besonderheit der Mittel liegt ihrer Zubereitung. Grundlage ist hier das sogenannte Potenzieren. Die Ausgangsstoffe werden einem Prozess von Verdünnungen und Verschüttelungen oder Verreibungen unterworfen, die eine Dynamisierung bezwecken sollen. Je stärker die Verdünnung und Verschüttelung, desto höher ist die Potenz des jeweiligen Mittels. Verabreicht werden Homöopathika in Form von Tabletten, Tropfen oder Globuli, kleinen und mit Wirkstoff imprägnierten Zuckerkügelchen
Sucht man einen Homöopathen auf, steht am Anfang der Behandlung eine gründliche Anamnese. Der Naturheilkundler wird sich ausführlich beim Patienten über seine Krankengeschichte informieren und vielleicht auch Fragen stellen, die auf den ersten Blick wenig mit der Asthmaerkrankung zu tun zu haben scheinen und die sich beispielsweise auf die psychische Konstitution und auf Krankheiten anderer Familienmitglieder beziehen. Auf Basis dieser Informationen entwickelt er anschließend ein ganzheitliches Behandlungskonzept, das meist mit einer komplexen Medikation einhergeht. Dazu gehören Homöopathika, die auf die Behandlung der Krankheit selbst abzielen genau so, wie Mittel zur Behandlung akuter Anfälle.
Zumindest zu Beginn der Behandlung wird die Homöopathie ergänzend zur Schulmedizin zum Einsatz kommen. Daher empfiehlt es sich unbedingt, den behandelnden Arzt von der homöopathischen Asthma-Behandlung zu informieren. Schulmedizinische Medikamente sollte man keinesfalls in Eigenregie absetzen. Der Homöopath wird zunächst eine Stabilisierung des Allgemeinzustandes anstreben und erst bei einer Verbesserung eine allmähliche Absetzung bisheriger Medikamente in Angriff nehmen.
Auf Grund des Ähnlichkeitsprinzips der Homöopathie kann es zu Beginn der Behandlung zunächst zu einer Verschlimmerung der Beschwerden, der homöopathischen Erstverschlimmerung, kommen. Diese typische Nebenwirkung homöopathischer Behandlung ist jedoch nur von kurzer Dauer und sollte den Patienten nicht beunruhigen.
Viele Asthmatiker waren während ihrer Kindheit von Hautkrankheiten wie Neurodermitis oder Windeldermatitis betroffen oder hatten mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten zu kämpfen. Die Behandlung durch unterdrückende Medikamente wie Cortison oder Antibiotika führte hier nicht zu einer Heilung sondern zu einer Verlagerung der Krankheit nach innen und die Asthmaerkrankung war die Folge. Im Zuge einer homöopathischen Behandlung kann es daher vorkommen, dass frühere Krankheitsbilder wie Hautausschläge wieder auftreten. In diesem Fall ist es wichtig, nicht wieder zu unterdrückenden Mitteln zu greifen, sondern dieses Auftreten als erwünschte Heilreaktion zu akzeptieren. Solche vorübergehenden Körperreaktionen finden im ganzheitlichen Behandlungskonzept der Homöopathie ihre Berücksichtigung.

