Asthma und Bronchitis (COPD) - Gemeinsamkeiten und Unterschiede
Asthma und Bronchitis sind entzündliche Lungenkrankheiten, die zeitweise oder dauerhaft zu verengten Atemwegen führen. Ihre Hauptursachen sind jedoch verschieden. Während Bronchitis meistens die Folge chronischer Erkältungskrankheiten oder verschmutzter Luft ist, tritt Asthma oft unabhängig von Umwelteinflüssen wie Staub, Rauch oder Kälte auf. Allerdings kann auch das Entstehen von Asthma durch Zigarettenrauch und Luftverschmutzung begünstigt werden. Die Reizung der Atemwege kann bei Asthmatikern durch Allergien entstehen oder erblich bedingt sein. Wer zu Asthma neigt hat besonders anfällige Bronchien. Deshalb ist der korrekte medizinische Ausdruck für diese Atemwegskrankheit "Asthma bronchiale". Als Bronchien bezeichnet man die Äste der Luftröhre, die in die Lunge führen. An den Innenwänden dieser Atemwege befinden sich Schleimhäute, die auch bei gesunden Menschen Sekret absondern, das verhindert, dass verschmutzte Luft in die Lungen gerät. Bei Menschen mit einer Veranlagung zu Asthma sind die Bronchien besonders empfindlich und deshalb sehr schnell gereizt. In diesem Zustand sondern sie so große Mengen Schleim ab, dass sich die Atemwege verengen und akute Atemnot entsteht. Meist ist der Schleim, der in ständig wiederkehrenden Intervallen die Bronchien der Asthmakranken verstopft, nicht eitrig.
Akute und chronische Bronchitis
Anders verhält es sich bei Bronchitis. Eine akute Bronchitis beginnt mit Fieber und eitrigem Auswurf. Bronchitis ist schmerzhaft weil die Bronchien durch das häufige Einatmen von verschmutzter Luft, Qualm oder Zigarettenrauch sehr stark entzündet sind. Der Auslöser einer Bronchitis sind oft Bakterien. Je nach dem, durch welchen Erreger die Bronchitis verursacht wurde, ist der ausgehustete Schleim gelb, hellgrün oder dunkelgrün. Der Schleim, der sich bei Asthmatikern löst, ist in der Regel milchig-weiß oder klar. Asthma ist eine chronisch verlaufende Krankheit, die häufig schon im Kindesalter auftritt. Bronchitis hingegen, kommt bei vielen Betroffenen erstmalig im Erwachsenenalter vor. Die Bronchienentzündung kann mit Antibiotika behandelt werden. Doch in sehr schweren Fällen, beispielsweise wenn die Bronchitis durch Bakterien verursacht wurde, gegen die kein Antibiotikum wirkt, kann die Krankheit nicht ausheilen und tritt ab dem ersten Ausbruch chronisch auf. Bei der chronischen Bronchitis werden die Bronchien durch die ständige Entzündung stark angegriffen. Deshalb sind die durch Bronchitis entstandenen Schäden auf Röntgenbildern sichtbar. Demgegenüber kann Asthma nicht mit Hilfe von Röntgenaufnahmen diagnostiziert werden.
Zeigen sich Symptome wie Nachtschweiß, Entzündungsspuren im Blut, ständige Atemnot und pfeifende Ausatmung, dann ist die chronische Bronchitis in einem Stadium, in dem sie in eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) übergeht. Man spricht auch von chronisch obstruktiver (hinderlicher) Bronchitis. Bei COPD sind die Bronchien dauerhaft verengt. COPD ist eine Lungenkrankheit, die durch eine geschädigte Lunge, Husten mit eitrigem Auswurf und behinderte Ausatmung gekennzeichnet ist. Im Volksmund wird eine derartig angegriffene Lunge Raucherlunge genannt. Im Gegensatz zu Asthma ist COPD kaum mit dauerhaftem Erfolg behandelbar. Sowohl bei Asthma, als auch bei Bronchitis, beziehungsweise COPD kann eine Sauerstoffbehandlung Erleichterung verschaffen. Jedoch ist COPD wegen der schwierigen Behandelbarkeit weltweit die vierthäufigste Todesursache. Für Asthmakranke dagegen hält die moderne Medizin eine Vielzahl an Therapiemöglichkeiten bereit, die den Betroffenen Linderung verschaffen oder die Krankheit heilen können. Spezielle Diäten helfen Allergikern, die Krankheit zu überwinden und verhindern, dass sie später erneut ausbricht. Jedoch haben Asthmatiker wegen der Empfindlichkeit ihrer Bronchien ein erhöhtes Risiko, zusätzlich an Bronchitis zu erkranken.

