Bei Asthma vermeiden: Rauchen - Erkältung - Allergien
Eine Reihe von Risikofaktoren kann das Entstehen asthmatischer Erkrankungen begünstigen oder auch bei bereits Erkrankten zu Asthmaanfällen führen.
Weit oben in der Liste der möglichen Asthmaauslöser stehen das Rauchen und das Einatmen von rauchgeschwängerter Luft. Vor allem Kinder, deren Eltern Raucher sind, unterliegen einem erhöhten Risiko, an Asthma zu erkranken. Raucht die Mutter bereits während ihrer Schwangerschaft, ist für das Kind die Gefahr, später an einer asthmatischen Erkrankung zu leiden, besonders groß. Studien zufolge kann das Rauchen so langfristige Wirkung haben, dass selbst Kinder, deren Mütter Nichtraucher sind, einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind, wenn ihre Großmütter mütterlicherseits während ihrer Schwangerschaft Raucherinnen waren.
Aber auch in späteren Jahren fördert das Einatmen von Zigarettenrauch die Entstehung von Asthmaanfällen. Neben dem Zigarettenrauch sind auch andere Formen der Luftverschmutzung als Risikofaktoren zu nennen. So sind Menschen, die in Großstädten leben, auf Grund der vermehrten Schadstoffe in der Luft einem höheren Asthmarisiko ausgesetzt als Menschen in ländlichen Gebieten.
Allergene und Infektionen bei Asthma gefährlich
Auch Erkältungen und andere Virusinfektionen gelten als Risikofaktoren bei Asthmaerkrankungen. Hier stellt sich die Situation allerdings nicht so eindeutig dar, wie etwa beim Rauchen. Atemwegsinfektionen in jungen Jahren können sogar vor Asthmaerkrankungen schützen. So führt die häufige Ansteckung mit Infektionen bei Geschwistern oder in der Krabbelgruppe während der ersten beiden Lebensjahre zu einer deutlichen Senkung des Risikos, an Asthma zu erkranken. Auch der Kontakt mit Tieren oder der Aufenthalt in Stallungen, bei dem Kinder bestimmten Erregern ausgesetzt werden, bewirkt eine Stärkung des Immunsystems und hilft dadurch, das Asthmarisiko zu senken.
Es gibt jedoch auch Krankheitserreger, die die Entstehung allergischen Asthmas begünstigen können, was aber vermutlich im Zusammenspiel mit weiteren Risikofaktoren stehen dürfte. Bei Asthmatikern können viral bedingte Erkältungskrankheiten zu akuten asthmatischen Beschwerden führen. Dabei kann das Asthma auch Symptome aufweisen, die mehr einer Bronchitis ähneln, als dem typischen Asthmaanfall.
Zu den bedeutenden Risikofaktoren des Asthmas gehören Allergene. Das allergische Asthma wird durch den Kontakt mit Allergenen, also Stoffen, die zu allergischen Reaktionen führen können, ausgelöst. Befinden sich diese Allergene in der Umgebungsluft und werden eingeatmet, sind asthmatische Beschwerden die Folge, die im Laufe der Zeit an Intensität zunehmen und zum Teil bedrohliche Ausmaße annehmen können.
Zu den Auslösern allergischen Asthmas gehören beispielsweise Tierhaare und ?Federn. Ist dies der Fall, müssen im Haushalt lebende Tiere meist abgeschafft werden, wenn sich die Beschwerden nicht verschlimmern sollen. Auch der Kot der Hausstaubmilben ist ein häufiger Verursacher allergischer Asthmaerkrankungen. Daneben führt auch der Kontakt mit Schimmelpilzsporen nicht selten zu asthmatischen Beschwerden. Auch Pollen können Asthma auslösen. So kann der verbreitete Heuschnupfen ohne ärztliche Behandlung auf die unteren Atemwege übergreifen und sich zu einer Asthmaerkrankung entwickeln.
Zwar wird zwischen allergischem und nicht-allergischem Asthma eine Unterscheidung vorgenommen, doch liegt bei den meisten Asthmakranken eine Mischform der beiden Varianten vor, sodass sich zu den Allergenen noch eine ganze Reihe von Risikofaktoren hinzugesellt. Dazu gehören unter anderem starke, körperliche Anstrengungen, Stresssituationen und kalte, trockene Luft.
Häufig geht das Asthma mit einer Empfindlichkeit gegenüber bestimmtem Medikamenten einher. Dazu gehören Schmerzmittel wie ASS (Aspirin) und Paracetamol. Stark begünstigt werden asthmatische Beschwerden auch durch Sprühreiniger im Haushalt. Schon geringe Mengen können hier ausreichen, um Asthma auszulösen.

